Greta || 360x260 || Bleistift mit Pigment auf Holz || 2021

Pressemitteilung || Greta || 360x260 || Bleistift mit Pigment auf Holz || 2021

Auf Einladung von der Künstler Initiativen beteiligt sich der Kölner Künstler Ali Zülfikar mit dem großformatigen Kunstwerk an dem Projekt„ Kunst an der Plakatwand“. 

Wegen dem Greta Porträt „Kunst an der Plakatwand „ erhielt der Kölner Künstler Ali Zülfikar ein Stipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein- Westfalen  im Jahr 2021.  

Zülfikar erstellt Porträt der Umweltaktivistin Greta Thunberg unter dem Themennamen „GRETA“. Mit seinen meisterhaften großformatigen, detailgetreuen Porträtzeichnungen wird er Greta interpretieren und sie auf eine überdimensionale Plakatwand in einer Größe 360 x 260 cm bringen.


Greta || Heidehof Karlsruhe Erzbergerstraße Ecke Flughafenstraße, Karlsruhe || Fotos Anna Kup

Der Kölner Künstler hat dieses Thema gewählt, um ihre Aktivitäten gegen die Zerstörung der Natur zu unterstützen, die aufgrund der Pandemie nur eingeschränkt möglich sind. Dabei gestaltet Zülfikar die Komposition in einer verbrannten magentas Farbharmonie und steigert die Ausdruckskraft ihrer Augen mit Licht. Er verwendet natürliche Materialien wie Holz, Bleistift, Pigmente, Holzkohle usw. und unterstreicht das harmonische Zusammenspiel von Kunst und Natur als geografischen Raum, die als Grundlage für das Kunstwerk dient. Mit seiner Portraitkunst leistet er einen gesellschaftspolitisch hochaktuellen Beitrag zur ressourcenschonenden Nachhaltigkeitsdebatte in der Bildenden Kunstszene.

20 % vom Verkaufserlös des Kunstwerkes Greta kommt der Plattform „Fridays for Future“ zu Gute.

Ali Zülfikar wurde 1971 in Milelis, Türkei geboren. Er studierte an der Firat Universität in Elazig bei dem bekannten türkischen Maler, Prof. Memduh Kuzay. Er lebt und arbeitet in Köln, Deutschland, und seit 2018 ist er Mitglied bei Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Bonn. Er erhielt ein Stipendium des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und ein städtisch gefördertes Atelier der Stadt Köln.

Zülfikars Werke werden seit vielen Jahren von zahlreichen Kunstkennern weltweit bewundert. Bisher wurden diese in ca. 170 internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen und Museen gezeigt.

Die meisterhaften, großformatigen, detailgetreuen Porträtzeichnungen auf Leinwand und Büttenpapier sowie Malerei mit traditionell türkischer, auf Pflanzenbasis beruhender Wollfarbe, (deren Beschaffenheit Geheimnis und Erfindung Zülfikars sind) kennzeichnen seinen hochkarätigen Malstil. Seine Beobachtungen und Empfindungen flechtet er mit seinem Stift mit der Präzision eines Chirurgen in jedem seiner Portraits in die Leinwand ein.

Auch das höchste Ziel eines jeden Portaitisten, die Seele, das Leben eines Menschen nachzuempfinden und sichtbar zu machen, gelingt dem Künstler auf ganz besondere Weise. Vor allem die in erdfarbenen Tönen gehaltenen Bildnisse alter Menschen entwickeln unter seiner Hand eine Intensität und Ausdrucksstärke, die den Betrachter tief berühren.



Greta || Heidehof Karlsruhe Erzbergerstraße Ecke Flughafenstraße, Karlsruhe || Fotos Anna Kup

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Karlsruhe: Plakatwand Beschmierung Stellungnahme

Künstler Initiative "Kunst an der Plakatwand" aus Karlsruhe schrieb mir als Stellungnahme; "hier ein kurzer Bericht aus Karlsruhe: Leider wurde die Plakatwand von Ali, die hier in Neureut-Heide ausgestellt war, übel beschmiert. (Bild im Anhang) Weil die Beschmierung aber leider auch eine inhaltliche Aussage des unbekannten Täters zeigt, mussten wir uns dazu entschliessen, diese Plakatwand vorzeitig abzubauen. Nur so konnten wir verhindern, dass Alis Arbeit als "Werbeträger" für die Täter missbraucht wird und sein Name in Verruf gerät. Wir hoffen, dem Künstler damit einen Gefallen getan zu haben und drücken ihm die Daumen, dass er seine Arbeit einigermassen gut wieder restaurieren kann.".

BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN || „Ich bin sprachlos“

Künstler des zerstörten Greta-Thunberg-Bildes in Karlsruhe: „Ich bin sprachlos“
von Julia Weller | 20.08.2021

Unbekannte haben in Karlsruhe ein Porträt von Greta Thunberg beschmiert. Der Künstler ist fassungslos – dabei gehört das Risiko bei Werken im öffentlichen Raum dazu.

Heil Maske: Mit diesem Schriftzug haben Unbekannte ein Kunst-Plakat in der Karlsruher Nordstadt beschmiert. Foto: BNN

Die Zerstörungswut, die sein Kunstwerk in der Karlsruher Nordstadt getroffen hat, lässt Ali Zülfikar entsetzt zurück. „Ich bin sprachlos“, sagt der Künstler, der in der Türkei geboren wurde und in Köln lebt. Er ist bekannt für seine detaillierten, überlebensgroßen Porträts von Menschen und hatte für die Karlsruher Aktion „Kunst an der Plakatwand“ ein großformatiges Bild der Klimaaktivistin Greta Thunberg erschaffen.

Mitte August wurde es mutwillig beschädigt: Unbekannte schmierten Thunberg eine weiße Maske ins Gesicht und schrieben „Heil Maske“ quer über das Porträt. Der Künstler erstattete Anzeige, die Polizei spricht von 24.000 Euro Schaden und sucht nach Zeugen.

„Das ist eine sehr große Enttäuschung für mich“, sagt Zülfikar. Er fordert, dass Menschen sein Schaffen als Künstler akzeptieren – unabhängig von ihrer politischen Gesinnung. „Wenn jemand etwas anderes ausdrücken möchte, soll er eigene Plakate machen“, so Zülfikar.

Er bewertet die Tat als offensichtliche Botschaft rassistischer Gruppen. „Wenn sie von mir erwarten, dass ich gegenüber gesellschaftlichen Ereignissen gleichgültig bin, liegen sie falsch“, sagt Zülfikar. „Ich werde meine künstlerische Arbeit im Einklang mit meiner eigenen Lebensphilosophie fortsetzen.“

Initiatorin betont Risiko von Kunst im öffentlichen Raum

Kunst an der Plakatwand gibt es in Karlsruhe – und mittlerweile vielen anderen Städten – seit mehr als 30 Jahren. Angela Junk-Eichhorn hatte 1988 das erste künstlerische Plakat in Neureutaufgestellt. Es folgten viele Ausstellungen quer durch Europa, auf Wiesen, in Parks und auf öffentlichen Plätzen.

„Bisher ist sehr wenig passiert“, sagt Junk-Eichhorn. Während Hauswände und öffentliche Gebäude aus Protest gegen die Obrigkeit gerne mal mit Graffiti vollgesprüht werden, würden die Kunst-Plakate wenig Angriffsfläche bieten. „Es gibt keinen Grund, dagegen zu protestieren“, sagt die Initiatorin, „die Kunst reizt nicht.“

Wenn wir etwas aufstellen, sage ich immer, dass sie sich von ihren Werken verabschieden müssen.
Angela Junk-Eichhorn, Initiatorin von „Kunst an der Plakatwand“




Heil Maske: Mit diesem Schriftzug haben Unbekannte ein Kunst-Plakat in der Karlsruher Nordstadt beschmiert. Foto: BNN
 


Trotzdem bereite sie Künstler immer darauf vor, dass theoretisch etwas passieren kann. „Wenn wir etwas aufstellen, sage ich immer, dass sie sich von ihren Werken verabschieden müssen.“ Das Risiko liege bei den Malern selbst. Viele würden es aber auch von vornherein mit einkalkulieren – und sollte ein Gemälde beschmiert werden, arbeiten sie damit und malen das Werk weiter.

Im Fall des beschmierten Greta-Thunberg-Porträts sei es wegen der politischen Bedeutung das Beste gewesen, das Bild so schnell wie möglich abzuhängen, obwohl es eigentlich bis 15. Oktober eingeplant war.